1620635_10202892452654478_7286794133599301226_nEine Neuseeländerin in Berlin. Dazu noch ein Sternenkind, total Hochsensibel und absolute Naturliebhaberin. Wie kann das sein? Jetzt lebe ich nun schon seit über  2.5 Jahren in dieser Stadt und ich lebe noch! Ich atme noch, ich spüre noch diese weite Verbindung der tiefen Unendlichkeit. Und das obwohl ich manchmal das Gefühl habe diese Stadt schluckt auch noch meinen letzten Fetzen Energie.

Wie kommt das denn überhaupt zustande das ich mich in einer Stadt wie Berlin befinde, die so der absolute Gegenpol ist von dem was mein Herz weit macht, einem Ort der einfach dadurch das es Berlin ist ständig mein System bombardiert. Hier besteht die weite, die Ruhe und die Kraft der neuseeländischen Kraftorte nicht.

Und doch ist es hier wo ich lebe, mich entwickle und meinen Weg gehe – auch wenn es nicht der nährende Boden ist den ich mir oft wünsche. Auch hier, im turbulenten Trubel der Manie einer Stadt die im ständigen Umbruch ist höre ich die Stimme meiner Seele – sie spricht deutlich und klar. Nur das Umsetzen ist nicht immer so einfach – wenn alles in mir nach weiten Stränden und klarer salziger Meeresluft ruft, wenn das Lichtvolle strahlen das an meinem Kraftort so stark ist dann nur noch in mir, und nicht mehr im Außen zu finden ist.

Im Innen ist dann wirklich alles – wenn im Außen alles wegfällt.

Wie bringe ich denn diese Kraft hierher, die mein ganzes Leben ausmacht – dieses Licht das ich als Ort am allermeisten in Neuseeland spüre, und aber das immer in mir lebt? Wie kann dieses Sternenlicht hier auf der Erde auch in einem Ort wie Berlin sein Zuhause finden? In jedem Neugeborenen spüre ich diese feine Kraft die unendlich zart und trotzdem so unglaublich mächtig ist. In jedem großen seelischen Prozess wohnt der Kern einer Öffnung zu dieser Unendlichkeit die unsere Seele ist.

Das es manchmal schwierig ist sich daran zu erinnern, im Alltag der U-bahn Fahrten, zwischen Emails und Smart phones, während dem hektischen Mittagessen oder wenn die Kinder mal wieder schreien – das ist klar. Das ist auch normal. Aber es ist möglich. Dadurch das ich von klein auf einen innigen Zugang zu den inneren Welten, meinem Sternen-ursprung und den unsichtbaren Realitäten hatte weiß ich auch wie schwierig es für diejenigen sein kann, die mit solchen Qualitäten an Orten sind wo es sich so anfühlt als währe da kein Raum da für die klare Kraft der strahlenden Seele die sich so wünscht auch hier auf der Erde Ausdruck zu finden. Manchmal scheint es mitunter so als währe dieses Licht fehl am Platz auf dieser Erde.

Es gibt unterschiedliche Seelenwege, und manche Seelen sind äußerst sensibel und hoch Wahrnehmungsfähig, wir scheinen vielleicht wie von einem anderen Stern. Sind wir ja auch. Das irdische Leben ist dann nicht immer ganz einfach – und die Anforderungen eines Lebens wie es momentan heute normal ist sind oft so entgegen der natürlichen Kraft in uns, das dieses Leben auch sehr schmerzhaft sein kann. Weiterhin ist es aber so – das es sich immer wider lohnt zu schauen – wie kann ich denn hier mein Seelenlicht leuchten lassen?

Heute wird das Licht unserer aller Seelen so sehr gebraucht. Es herrscht so unglaublich viel Schmerz auf dieser Erde. Immer wieder den Weg zurück zu unserer tiefen inneren Wahrheit zu finden ist glaube ich der stärkste Anker den wir haben können – in uns den Zugang zur inneren Essenz zu finden. Das ist vielleicht eine Verbindung mit Gott für manche, oder einfach ein sich einlassen auf sich selbst und auf das Leben, den Urquell der Dinge.

Neuseeland hat etwas von einem Ort an dem die Seele weit sein darf. Immer war ich Dankbar das ich diesen Ort habe der für mich ein Zuhause und ein Geschenk ist. Das Leben schickt uns aber doch auch Aufgaben die nicht unbedingt leicht sind. Ist es denn möglich etwas von dieser Medizin die dort, am anderen Ende der Welt existiert auch hierher, nach Berlin zu bringen? Und ist es nicht letztendlich dieses Strahlen in mir das einfach überall präsent sein darf – komme was wolle? Es ist ja da – in uns, unser Seelenlicht.

Obwohl Berlin denke ich wirklich kein idealer Ort für hochsensible Feinfühler wie ich es bin ist, ist es ein Ort an dem ich nun doch noch einmal gut lernen durfte zu schauen was benötigt wird um die Kraft die mich ausmacht weiterhin fliessen zu lassen, wie diese genährt und gelebt werden kann, auch hier – an diesem Ort. Grenzen und Achtsamkeit sind so wichtige und elementare Dinge die letztendlich überlebensnotwendig sind wenn wir unsere wahre Kraft entfalten möchten. Denn vor allem für die Nervensysteme derjenigen die mit sensiblen Antennen durch diese Welt laufen sind Grenzen ein großes und wichtiges Thema.

Bei der Wahrnehmung der zarten und doch so wundervollen Kraft die lebendig werden darf wenn wir dieses innere Licht wieder leuchten lassen geht mein Herz auf. Heute mehr denn je bedarf es so großer Achtsamkeit und liebevollem Umgang – es passiert so viel, wir wissen nie was ein Mensch gerade durchmacht oder erlebt, a little bit of kindness and consideration can go a long way.

So wie die kleinen Babies waren wir alle einmal. In uns lebt ein Licht das überall strahlt. Wir sind kleine große Wunder die dieses Geschenk des Lebens leben. Wie möchten wir das heute gestalten – wie können wir mehr Zartheit zulassen, auch in der rauen Umgebung einer internationalen Metropole. Lasst uns die zarte Kraft der Seele wertschätzen. Sie ist unser Lebensfunken. Die Seele ist zwar unendlich mächtig – sie ist aber kein Roboter. Wir sind Menschen – mit Herzen, und ein Herz ist unglaublich feinfühlig wenn es weit offen ist.

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